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Miete & Kauf
| Wohnung - kaufen oder mieten? |
Und was ist zu beachten? Einige Tipps bei der Anschaffung eines neuen Eigenheims.
Wer die Traumwohnung gefunden hat und dort ewig leben möchte, ist gut beraten, über
einen Kauf nachzudenken. Zwar halst man sich oft einen Berg Schulden auf, jedoch bietet
jede Bank leistbare Finanzierungsmodelle an. Wer jedoch unabhängiger leben möchte und
auch einen späteren Umzug nicht gänzlich ausschließt, ist mit der Miete besser beraten.
Letztlich bietet die stärkere Bindung an eine Wohnung die Möglichkeit, bei annähernd
gleichen monatlichen Kosten irgendwann - nach Jahren - unbelastetes Eigentum zu haben.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass es prinzipiell keine Frage des Geldes ist, sein
Eigenheim zu mieten oder zu kaufen. Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein,
wie lange man die gleichen vier Wände denn bewohnen will und wie stark man sich binden
möchte. Vor allem bei urbanen Genossenschaftswohnungen gibt es noch eine dritte Variante
als Mischform von Miete und Kauf. Viele Genossenschaften bieten an, dass man nach zehn
Jahren Miete das Objekt kaufen könne. Jedenfalls ist man nicht zum Kauf gezwungen, man
kann auch weiterhin Mieter bleiben. Alles in allem ist also wichtig, sich seiner
Vorstellungen klar zu werden. Erst wenn die Frage nach der geplanten Wohndauer beantwortet
ist, sollte man sich entscheiden, ob gemietet oder gekauft werden soll.
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| Kauf |
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Die Finanzierung will gut überlegt sein. Achten Sie vor allem darauf, sich nicht finanziell
zu übernehmen. Vergessen Sie in der Hitze des Gefechtes auf keinen Fall die Nebenkosten des
Wohnungskaufes. Diese betragen in Österreich etwa ein Zehntel des Kaufpreises. Also rund
zehn Prozent kann man noch hinzurechnen für Steuern, Grundbuchsabgaben, Provisionen etc.
Planen Sie wie ein Kaufmann: im Einkauf immer mit höheren Kosten rechnen, das schützt Sie
vor katastrophalen Überraschungen. Überlegen Sie genau, wie viel sie derzeit sparen könnten.
Planen sie keinesfalls mehr für die Finanzierung ein! Denn finanzielle Drahtseilakte an der
Grenze des Leistbaren sind nicht nur riskant, sondern auch frustrierend. Denn einerseits
läuft man dauernd Gefahr, bei der kleinsten Unebenheit finanziellen Schiffbruch zu erleiden,
andererseits ist es seelisch belastend, wenn man jahrlang auf Urlaub, Auto und schicke Mode
verzichten muss, nur um die Wohnung abzubezahlen.
Darüber hinaus gilt die Faustregel: Je mehr man selber zu einem Finanzierungsmodell
beiträgt, desto billiger wird es. Das heißt, je mehr Geld Sie von vornherein selbst bestreiten
können, umso billiger wird die Finanzierung des Restes. Der Verein für Konsumenteninformation
rät, man solle mindestens ein Drittel selbst aufbringen können. Denken Sie bei großen Summen
auch an die Möglichkeit der Fremdwährungskredite ("Yen-Kredite"); die Wohnung kauft sich mit
japanischer Unterstützung manchmal billiger. Hypothekarkredite bewegen sich derzeit bei einer
Verzinsung von weniger als fünf Prozent, Yen-Kredite sind derzeit schon unter 1,5 % (!) zu haben.
Genaue Information macht sich bezahlt!
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| Miete |
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Bei der Miete achten Sie jedenfalls auf langfristige Verträge. Einerseits kann der Vermieter
dann nicht so leicht bestimmen, wann Sie Ihre Koffer packen müssen. Bei kurzfristigen Verträgen,
die auf den ersten Blick billig erscheinen, rechnen Sie unbedingt die (regelmäßig) anfallenden
Umzugskosten und die steuerliche Belastung für den neuerlich geschlossenen Bestandvertrag
(ein Prozent der dreifachen Jahresmiete) ein. Das lässt manches Schnäppchen alt aussehen.
Ansonsten gilt auch das beim Kauf Gesagte: Achten Sie vor allem darauf, dass Sie sich die
Wohnung locker leisten können. Überhohe monatliche Kosten führen oft in die finanzielle
Katastrophe.
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| Tipps |
- Bei der Besichtigung:
- Eher nicht allein hingehen - zwei sehen mehr als einer und man hat einen Zeugen.
Versprechungen schriftlich geben, sonst kann sich hinterher keiner mehr erinnern.
Nicht vorschnell unterschreiben!
- Im Umgang mit Maklern
- Keine Vorschüsse bezahlen - er hat Anspruch auf die Maklerprovision und sonst
nichts. Bei einem Geschäft mit dem Verkäufer hinter dem Rücken des Maklers hat der
Makler dennoch Anspruch auf die Provision, wenn der Kontakt zwischen den beiden
Vertragsparteien irgendwie durch ihn zustande gekommen ist. Zahlen Sie dem Makler
nichts, wenn Sie dann doch nicht zusagen, er hat nur einen Anspruch auf Provision
bei Abschluss eines Vertrages.
- Beim Vertragsabschluß
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten - dies ist meist ein Hinweis auf Fallen.
Mehrere Bewohner (Lebenspartnern) sollten sich bemühen, zu zweit als Vertragspartner
aufzutreten. Bleibt nach der Trennung einer unehelichen Lebensgemeinschaft ein Partner
in der Wohnung, der nicht als Hauptmieter im Vertrag steht, kann er schlimmstenfalls zum
Ausziehen gezwungen werden, wenn dem nicht mehr hier wohnhaften Ex-Partner gekündigt
wird.
- Kaution
- Dauerbrenner: Probleme bei der Rückstellung der Kaution. Oft werden Schäden behauptet,
die Sie nicht verursacht haben. Machen Sie Fotos zur Beweissicherung - und denken Sie
daran: Wenn Sie einmal die Schlüssel zurückgegeben haben, können Sie nicht mehr
beweisen, wie Sie die Wohnung zurückgestellt haben.
- Grundsätzliches
- Lieber mehrmals fragen, als einmal in eine Falle zu tappen.
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| Literatur |
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Schließlich ist noch auf das Buch Orientierung am Wohnungsmarkt aus der
Ratgeber-Serie die Vereines für Konsumenteninformation
zu hinzuweisen, das auf Risiken bei Kauf und Miete von Wohnungen hinweist und wertvolle Tipps
über den richtigen Erwerb enthält. Auch wir orientierten uns an dem wertvollen Buch.
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